|
|
- BGH
Urteil vom 20. November 2008 (4 StR 328/08): Verurteilung
wegen tödlich verlaufenem Autorennen auf einer Bundesstraße
im Schuldspruch verschärft. Bezüglich der Strafaussetzung zur
Bewährung sind auch Gesichtspunkte der Generalprävention zu
berücksichtigen.
- VGH Baden-Württemberg Urteil vom 13.Dezember
2007 (10 S
1272/07): Auch bei einer Autofahrt mit einer
THC-Konzentration zwischen 1,0 und 2,0 ng/ml ist das fehlende Trennungsvermögen
im Sinne von Nr. 9.2.2 der Anlage 4 zur Fahrerlaubnis-Verordnung mit der Folge
belegt, dass die Fahrerlaubnis bei einer nachgewiesenen zumindest
gelegentlichen Einnahme von Cannabis zwingend zu entziehen ist
- Bundesverfassungsgericht, 22.02.2005
(
2 BvR 109/05): Das Freiheitsgrundrecht
(Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG) gebietet in
Haftsachen die angemessene Beschleunigung des
Strafverfahrens. Das Beschleunigungsgebot gilt
auch nach Erlass eines erstinstanzlichen
Urteils und ist bei der Anordnung der
Fortdauer von Untersuchungshaft zu
beachten.
-
BGH, 15.10.2003
(XII ZR 122/00)
: Zur
Unterhaltspflicht von Kindern gegenüber ihren
Eltern: Kinder, die mit einem gut verdienenden
Partner verheiratet sind, müssen einen Teil
des Ihnen zustehenden Taschengelds oder ihrer
Arbeitslosenbezüge für die Heimkosten ihrer
Eltern aufbringen. Dies gilt jedenfalls dann,
wenn ein angemessener Lebensstandard bereits
durch das hohe Einkommen des Ehepartners
gesichert ist.
-
Bundeverfassungsgericht,
07.10.2003 (
2 BvR 2118/01)
:
Dolmetscherkosten im Strafverfahren: Die
Übersetzungskosten im Rahmen des Besuchs- und
Briefverkehrs eines in Untersuchungshaft
befindlichen Beschuldigten sind regelmäßig vom
Staat zu übernehmen. Unverhältnismäßig hohe
oder objektiv überflüssige Übersetzungskosten
können jedoch unter Umständen dem Zweck der
Untersuchungshaft zuwiderlaufen.
-
BGH, 24.06.2003 (VI ZR
327/02):
Lügendetektor-Untersuchung
ist auch im Zivilverfahren ein völlig
ungeeignetes Beweismittel.
-
OLG Hamm,
21.05.2003 (3 U 122/02)
: Bei einem
ärztlichen Behandlungsfehler kann ein
Schmerzensgeld von 500.000 Euro angemessen
sein.
-
OLG Oldenburg,
30.04.2003 (3 U
2/03):
Wer einen Unfall verursacht und flüchtet,
verliert seinen Kasko-Versicherungsschutz.
Dies gilt selbst dann, wenn der Autofahrer den
Unfall am Folgetag der Polizei meldet. Die
24-Stunden-Frist des § 142 StGB (Unfallflucht)
kann nicht auf das Versicherungsrecht
angewendet werden.
-
BGH, 29.04.2003
(
VI ZR 398/02):
Für die Höhe der fiktiven
Reparaturkosten ist nicht auf einen mittleren
ortsüblichen Preis abzustellen. Vielmehr ist
grundsätzlich der vom Geschädigten eingeholte
konkrete Kostenvoranschlag maßgeblich. Das
gilt grundsätzlich auch dann, wenn sich der
Geschädigte zur Schätzung der Reparaturkosten
an eine vergleichsweise teure markengebundene
Fachwerkstatt (im Streitfall:
Porsche-Werkstatt) gewandt hat.
-
VGH München, 03.04.2003 (5 BV 02.1943 ):
Bei der Einbürgerung eines EU-Bürgers muss
eine doppelte Staatsbürgerschaft hingenommen
werden, wenn dies auch in dessen Heimatland
generell der Fall ist.
-
BGH, 27.03.2003 (3 StR 435/02):
Trunkenheit des Täters rechtfertigt nicht in
jedem Fall eine Strafmilderung.
-
BGH, 19.02.2003 (XII ZR 67/00
):
Kinder müssen nur in
eingeschränktem Umfang Unterhalt an ihre
Eltern zahlen. Die Unterhaltsverpflichteten
müssen ihren Lebensstandard beibehalten können
und dürfen deshalb nicht zu stark in Anspruch
genommen werden. Insofern sind auch die Kosten
für die eigene Altersvorsorge und der
Unterhalt eines Ehegatten zu
berücksichtigen.
-
BGH, 18.02.2003
(
XI ZR 165/02):
Die Aussage eines Zeugen,
der heimlich ein Telefonat belauscht hat, ist
nicht verwertbar. Das heimliche Lauschen
verletzt den Gesprächspartner in seinem
Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs.1 GG
i.V.m. Art. 1 Abs.1 GG.
- BGH, 04.02.2003 (GSST 2/02): Wer bei einer
Raubtat das Opfer mit einer geladenen
Schreckschußwaffe, bei der der Explosionsdruck
nach vorn austritt, bedroht, verwendet eine
Waffe und erfüllt damit den Tatbestand des §
250 Abs. 2 Nr. 1 StGB.
|